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Übersicht, erzählend

Nobelpreis Goes To …

… Kazuo Ishiguro!
Also ich finds gut.
„Was vom Tage übrigblieb“, zugegeben, mag ich nicht. Aber ein heißer Tipp auch von meiner Seite ist „Alles, was wir geben mussten“. Das Grausen, das sich da auf leisen Pfoten anschleicht; dieser schiefe Winkel, man ahnt, etwas stimmt nicht mit dieser vordergründig so netten und konventionellen Internatsgeschichte. Aber was nur, was?
Zwei Tage habe ich zu essen und zu schlafen vergessen, weil es wichtiger war, herauszufinden, wie dieser Roman ausgeht.

In Sachen Nobelpreis ist „lesen statt schlafen“ aber vielleicht kein allzu belastbares Kriterium. Schließlich habe ich auch bei „Biss zum Morgengrauen“ kein Auge zugetan und blieb stattdessen wach wie ein Vampir. Und als ich dann glücklich durch war mit dem Ding, hätte ich Stephenie Meyer gerne tief in ihren Mormonen-Hals gebissen für die Tage und Nächte, die ich mir von ihrer Billig-Spannung hatte klauen lassen (nur die Idee mit den Volturi ist schön. Wer sterben will, muss die Volturi provozieren… Doch, wirklich. Oder kommt das erst in Band 2?? Wo seid ihr, Fans, wenn ich euch brauche!).

Nicht im Traum dagegen käme es mir in den Sinn, Ishiguro zu beißen. Vielmehr wünsche ich ihm weiterhin ein langes, schöpferisch ergiebiges Leben.

Kazuo Ishiguro: Alles, was wir geben mussten.
352 Seiten.
ISBN: 978-3-453-42154-7
€ 9,99 [D]
Heyne

 

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