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American Dreams (6): Graham Greene: Der stille Amerikaner

Coverbild Der stille Amerikaner von Graham Greene, ISBN-978-3-423-13129-2Die US-Geheimdienste richteten ihre Spinnenaugen unmittelbar nach der Veröffentlichung von „Der stille Amerikaner“ im Jahr 1955 auf Greene, und noch bis zu seinem Tod 1991 (!) hielten sie ihren kalten Blick auf ihn geheftet.

Er hatte, für ihren Geschmack, in der Erzählung zu viel über die Rolle der USA in Indochina preisgegeben – zu viel Schlechtes. Weiterlesen „American Dreams (6): Graham Greene: Der stille Amerikaner“

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American Dreams (5): Lily Brett: You gotta have balls

Ruth Rothwax hat es schon mit sich allein nicht sonderlich leicht, da beschließt auch noch ihr Vater Edek, mit seinen 87 Jahren zu ihr nach New York zu ziehen.

Im Gegensatz zur zögerlichen, neurotischen Tochter platzt Edek vor Tatendrang. Mit Lesezirkeln oder Seniorenschwimmen darf man ihm schon gar nicht kommen. Edek möchte nützlich sein. Beispielsweise in Ruths kleinem Büro, das aus seiner Sicht nichts nötiger braucht als reduzierte Schreibwaren für die nächsten fünf Jahre und Staubsauger mit integriertem Navigationssystem.
Nach Feierabend wird Edek mit zwei bedeutend jüngeren, verdächtig hübschen Polinnen gesehen.
Und eines schönen Abends verkünden diese drei, freudestrahlend: Ruthie! Wir wollen ein Klopse-Restaurant eröffnen. Leihst du uns 30.000 Dollar? Weiterlesen „American Dreams (5): Lily Brett: You gotta have balls“

Leeres Klassenzimmer
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American Dreams (4): Jodi Picoult: 19 minutes

Chaos was a constellation of students, running out of the school and trampling the injured. A boy holding a handmade sign in an upstairs window that read HELP US. Two girls hugging each other and sobbing. Chaos was blood melting pink on the snow, […] a TV camera in your face, not enough ambulances, not enough officers, and no plan for how to react when the world as you knew it went to pieces.

Der Frühling steht vor der Tür im beschaulichen Kleinstädtchen Sterling, New Hampshire. Die Sonne scheint, der letzte Schnee schmilzt, vor der Sporthalle der Sterling High School knutschen die jungen Hockey-Athleten aus dem Schulteam mit ihren Freundinnen rum. Und an eben dieser Sterling High zieht am gleichen Tag Peter Houghton, 17 Jahre alt, mit seiner Pumpgun durch Flure und Klassenräume und schießt auf alle, die nicht schnell genug fliehen können. In der Cafeteria legt er eine kurze Pause ein und isst zwischen den Leichen seiner Mitschüler eine Schüssel Cornflakes mit Milch. Dann macht er weiter. 19 Minuten dauert es, bis die Polizei ihn stoppen kann.

Grisham reloaded?

Kaum ein Roman der fleißig schreibenden Bestseller-Autorin Picoult kommt ohne Gerichtsverhandlung aus, und auch „19 minutes“ ist im Wesentlichen ein spannendes courtroom drama à la Grisham oder Clancy. Weiterlesen „American Dreams (4): Jodi Picoult: 19 minutes“

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American Dreams (3): Lauren Weisberger: Last Night at Chateau Marmont

 Last Night at Chateau Marmont Paperback by Lauren WeisbergerHe was there, he was taking charge, and she was just so happy to follow his lead.

Um herauszukriegen, wie sich Bestseller vom Chick-Lit-Typ dieser Tage mit Themen wie „Männer“,“Liebe“ und „Work-Life-Balance“ auseinandersetzen, kann man, zum Beispiel, bei Lauren Weisbergers Romanen starten. Und es dann so richtig mit der Angst bekommen. Aber eins nach dem anderen. Weiterlesen „American Dreams (3): Lauren Weisberger: Last Night at Chateau Marmont“

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American Dreams (2): David Guterson: Snow falling on cedars

https://i1.wp.com/media.bloomsbury.com/rep/s/9781408806760.jpgAmity Harbor, the island’s only town, […] was an eccentric, rainy, wind-beaten sea village. […] Rain, the spirit of the place, patiently beat down everything man-made.

Guterson zeigt uns eine USA off the beaten track: Sein Kriminalroman spielt im äußersten Nordwesten, auf der entlegenen Insel San Piedro vor der Küste des Bundesstaats Washington.

Es sind die 1950er-Jahre. Der Zweite Weltkrieg ist zum Glück vorbei, und die Handvoll Menschen auf San Piedro, Weiße, ein paar Indianer, japanische Einwanderer, kann weitermachen wie bisher: Fischfang oder Erdbeer-Anbau, und einmal im Jahr zur Feier der Ernte das große Erdbeerfest mit einem bunten Umzug durchs Städtchen.

Dann geht eines Tages den Fischern einer der ihren als Wasserleiche ins Netz. Ein Unfall? Es sieht nicht danach aus … Weiterlesen „American Dreams (2): David Guterson: Snow falling on cedars“

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American Dreams (1): Chimamanda Ngozi Adichie: Americanah

„The simplest solution to the problem of race in America? Romantic love. […]. Real deep romantic love […] that makes you breathe through the nostrils of your beloved. And because that real deep romantic love is so rare, and because American society is set up to make it even rarer between American Black and American White, the problem of race in America will never be solved.“

https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51rLCn2j0iL._SX322_BO1,204,203,200_.jpgIfemelu will sich das Haar neu flechten lassen. Das bedeutet notgedrungen eine Expedition in den schlechten Teil der Stadt, zu „Mariama African Hair Braiding“ – schlechte Luft, Uralt-Klimaanlage, abgegriffene Modemagazine, handgemalte Schilder „Quick Tax Refund“, die Friseurinnen radebrechen etwas, das sie für Englisch halten, und aus dem Mini-Fernseher plärren Nollywood-Filme in Endlosschleife. Weiterlesen „American Dreams (1): Chimamanda Ngozi Adichie: Americanah“

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„American Dreams“ – (0)

Was ist nur los in God’s own country?

Unruhig blinzeln wir über Landmassen und Ozeane hinüber zu dem, was einmal letzte Hoffnung war für alle, die im alten Europa krepierten vor Armut, vor Dreck, vor Mangel an Möglichkeiten.

Jetzt hält uns nachts das Gerumpel wach vom alten Lincoln, Republikaner, Sklavenbefreier, Vampirjäger, wie er sich wälzt in seinem Grab. Weiterlesen „„American Dreams“ – (0)“